Der Rote Teppich

Fürs Micchans Zimmer kam von einem Teppichgeschäft ein roter Teppich an.

Rot, rund, und schön kuschelig.

„Miau!“

Die Katze „Tom“ legt sich hin.

„Schön warm!“

Micchan probiert es auch.

/

/

Fui fui…Fui fui…

Nanu?

„Er schwebt.“

„Wieso?“

„Dieser rote Teppich kann fliegen!“

„Kann das wahr sein?“

„Hey Teppich! Kannst du nach Draußen rausfliegen?“

Als Micchan das fragte, flog er auch schon aus dem Fenster hinaus.

/

/

Fuin… Fuin…

Der rote Teppich fliegt im Himmel.

Micchan und Tom sehen die ganze Stadt.

„Wow!“

„Wahnsinn!“

/

/

Tom fragt: „Wohin fliegen wir?“

„Ich möchte bis zum Mond und zu den Sternen!“

Als Micchan das sagte, flog der rote Teppich weiter nach Oben.

„Wie eine Rakete!“

Wuuuuuh!

/

/

Über dem Himmel war es Nacht.

In der Finsternis leuchten Mond und Sterne.

In der Ferne sieht man einen brennenden Stern.

„Das ist die Sonne!“

„Man kann sich an ihr verbrennen!“

Micchan schaute nach unten.

„Die Erde, von der wir kommen.“

„Sie ist blau. “

/

/

„Tom! Halt dich fest!“

Micchan greift fest nach dem roten Teppich.

„Oh nein, mein Körper schwebt!“

Tom gräbt die Klauen tief in die Haare des Teppichs.

„Hey Teppich, flieg zurück in den Himmel!“

Der rote Teppich fällt in den Himmel zurück.

Shhh…

/

/

Vom Himmel aus war ein Berg zu sehen.

„Ein weißer Berg!“

„Auf ihm liegt der Schnee.“

Der rote Teppich schwebt langsam Richtung Berg.

Fuin…Fuin…

/

/

Der Berg ist ganz weiß.

In der Ferne fährt jemand Ski.

„Hey Teppich, kannst du auf dem Schnee rutschen?“

Boff! Der rote Teppich landet auf dem Schnee und rutscht los.

„Wie ein Schlitten!“

Suun…Suun…

/

/

Als der rote Teppich den Berg runter fuhr und bei einem Fluss ankam, regnete es.

„Oh je, wir werden nass!“

Paff!

Der rote Teppich schwebt über Micchan und Tom.

„Er ist ein Regenschirm geworden!“

Andere Katzen rennen auch unter den Teppich.

Unter dem Teppich ist es schön trocken.

/

/

Der Regen ist vorbei und die Katzen sind weg.

„Ein Regenbogen!“

„Ich möchte so einen Bonbon essen.“

Als Tom das sagte, hatte Micchan auch Lust auf einen Bonbon.

„Lass uns in die Stadt gehen!“

Der rote Teppich schwamm nun auf dem Fluss.

„Er kann auch ein Boot werden!“

Der rote Teppich schwimmt flussabwärts.

Bschun…Bschun…

/

/

Nach einer Weile entdeckten sie am Ufer ein Zelt.

Eine Dame wäscht ihre Wäsche.

„Guten Tag!“

„Oh ja, hallo!“

„Machst du hier Camping?“

„Nein, das ist mein Haus.“

Die Dame stand mit der Wäsche auf.

„So, ich will jetzt eine Pause machen. Wollt ihr auch etwas mitessen?“

„Ja!“

/

/

Im Zelt bot die Dame den Gästen Tee und Süßigkeiten an.

„Tantchen, wohnst du schon lange hier?“

„Ja, schon lange.“

„Ist es nicht kalt?“

„Im Winter ist es schon kalt.“

Micchan und Tom sind nun schon satt.

„Vielen Dank für den freundlichen Empfang!“

„Gerne geschehen!“

/

/

Micchan krabbelte aus dem Zelt heraus.

Der rote Teppich wickelte sich auf und stand vor dem Zelt.

Micchan umarmt den roten Teppich fest.

„Vielen Dank, mein Teppichchen!“

/

/

Micchan brachte den roten Teppich ins Zelt hinein.

„Hey Tantchen, ich schenke dir diesen Teppich!“

„Das muss aber nicht sein.“

Der rote Teppich breitete sich aus.

„Er möchte anscheinend auch hier sein!“

/

/

Micchan und Tom standen am Ufer.

„Können wir nach Hause gehen?“

„Zu Fuß schaffen wir es schon.“

/

/

/

Ende